Unimog 1300L – Frühlingsfahrt
Langsamkeit wiederentdecken.
Mog 1300L in der Abendsonne
Nachdem der Defender für Reisen nicht mehr ausgereicht hat, musste etwas anderes her. Also etwas, mit mehr Raum und trotzdem geländegängig. Da ich weiße Wohnmobile nicht leiden kann, blieb nur die Fraktion der Klein-LKWs übrig. Neben dem 911er Rundhauber kam auch der Unimog infrage – für den ich mich letztendlich auch entschied. Mit Sinn und Verstand hat das eh nix zu tun, also muss man so etwas auch nicht verargumentieren oder erklären – entweder man will so etwas oder man kann damit nichts anfangen.
Beim Mog sollte s die Baureihe 435 werden, möglichst als Sankra, weil der schnellere Achsen hat und der Aufbau schön niedrig ist. Nachteil ist die fehlende Stehhöhe – mal sehen, wie’s mir damit auf Dauer gefällt.
Die Mog-Daten sind im Netz ja hinlänglich bekannt, so dass ich sie hier nicht mehr aufführen möchte. Das Baujahr ist 1990, also relativ jung für einen ausgemusterten BW-Unimog. Verbaut sind zusätzlich ein Tank, Vorgelegeentlüftungen und ein paar andere Kleinigkeiten.
Die erste Fahrt
Spannend war nun die erste “längere” Fahrt – die Eindrücke will ich euch nicht vorenthalten. Ein Mog ist langsam, laut und frisst viel Diesel – also ähnlich wie der Defender, nur eine Nummer böser. Das ist einem vorab klar und mann muss damit leben. Die ersten Meter sind gewöhnungsbedürftig aber nach 100 km hat man das Spiel aus Gas, Kupplung und Schaltvorgängen intus und man kann “zügig” unterwegs sein. Mir macht Landstraßenfahrt mit 75 km/h Spaß und aufgrund vieler Geschwindigkeitsbegrenzungen ist man auch nicht merklich langsamer unterwegs, als mit dem Defender – den bin ich ja auch nur mit 90 km/h gefahren. Aber eines ist schon mal klar: man sitzt im Mog um Klassen besser, als im Defender.
kompakte Bauweise, niedriger Schwerpunkt und im Gelände ganz vorne
Auf meiner ersten Tour habe ich Autobahn ausprobiert und für doof befunden. Lieber etwas länger unterwegs und dafür was sehen und mal ab und an anhalten und eine Pause machen. Der Schnitt sinkt dann auf ca. 50 km/h, so dass man Zeit mitbringen muss. Wer keine hat, sollte never einen Mog kaufen.
Auf den Landstraßen fühlt sich der Mog wohl und auch auf kleinsten Straßen ist immer genug Platz, da ja auch der Randstreifen kein Problem für ihn ist. Auf meiner ersten Fahrt habe ich auch viel gesehen und bin sogar schon feundlich angesprochen worden – der Mog scheint trotz der Farbe und des Aussehens positive Eindrücke zu hinterlassen – das hätte ich nicht gedacht.
uriges Eiscafé in Teutschenthal
mit sehr netter Eisfee am Tresen
Teutschenthal, Albert-Heise-Str. 53
sogar ein großer Parkplatz für LKWs ist gegenüber – was will man mehr
Auf meiner Reise durch Sachsen bis zum Harz gab es auf den Autobahnen Behinderungen – die kleinen Landstraßen waren fast alle leergefegt. Das Navi habe ich einfach die kürzste Strecke berechnen lassen und bin dann losgezuckelt.
auch solche Abraumberge sieht man ab und zu
Der südliche Osten bietet jede Menge Sehenswürdigkeiten und erstaunt war ich, dass ich mit dem Mog teilweise bis auf den Hof von Burgen fahren konnte. Auch im Harz in Niedersachsen gab es viele Punkte, die ich hätte anfahren können. So zum Beispiel die Katlenburg im westlichen Harzvorland – hier bin ich auf den Hof fahren – Platz ohne Ende.
Katlenburg im Harzvorland
direkt auf dem Hof parken – eine große Anlage und sehr viel ist gut erhalten
selbst der Mog hat das Platz genug
Übernachten
Das Übernachten in dem Mog gestaltet sich ebenfalls sehr gut – der Ausbau ist einfach aber sehr praktisch vom Vorbesitzer durchgeführt worden. Kein Schnickschnack, sondern gut durchdachte Details machen das Wohnen im Mog sehr angenehm. Es ist natürlich schön, wenn man abends beim Kochen einen Sonnenuntergang erlebt und morgens auf der anderen Seite das Schauspiel von vorne losgeht… 😉
der Sonnenuntergang an der Mulde
und der Sonnenaufgang um halb sechs am nächsten Morgen…
Die Fahrt ging weiter auf kleinsten Nebenstraßen und der Mog ließ sich auch dort gut bewegen. Autobahnen habe ich bis auf einige Stadtumfahrten dann völlig gemieden.
An der Elbe hatte ich dann wieder einen Schlafplatz in erster Reihe.
ein ehemaliger Fähranleger führte bis ins Wasser
Neben dem Schlafplatz zeigte sich morgens eine sehr schöne Brücke, die ich dann näher inspizierte. Es ist die Dömitzer Eisenbahnbrücke – ein sehr cooles Bauwerk.
führte direkt von West nach Ost – oder umgekehrt 😉
Die Brücke ist als Denkmal eingestuft und es gibt sogar einen schönen Parkplatz, welcher auch für Mogs geeignet ist, direkt am Fuße der Brücke.
nur ein paar Meter bis zur Brücke
Die erste Fahrt hatte noch ein paar Highlights aber das soll es erst einmal gewesen sein.
Hi Tom,
jetzt ist mir klar, warum du deinen Defender wieder verkauft hast 😀
Schönes Ding. Bin gespannt ihn in echt zu sehen, aber ich schätze mal, dazu komme ich wohl nächste Woche.
Hi Lauchi, hat leider nicht geklappt aber das wird schon 😉 cu Tom
Hi Udo,
bei mir war der 911er lange vorn aber letztendlich hats der Mog gemacht. Kurbelmast muss auf jeden Fall dran!
Solche Autos sind Männerspielzeuge 😉
cu Tom
Hallo Tom,
der Mog gefällt mir ausgezeichnet !
So wie es aussieht bist Du damit gleich auf eine nasse Wiese gefahren ? 😉
Den muss ich unbedingt mal in Original sehen !
Und… Du brauchst noch einen Geroh Kurbel-Mast…
Als ich vor der Entscheidung war zu einem 4×4 LKW war der Sani Mog auch bis zuletzt im Rennen.
Wegen dem Platz habe ich mich dann aber doch für den LA 911B Funkwagen entschieden…
Viel Spaß damit !
ääh … was sagt die XYL dazu ?
Vy 73 de Udo (DL 8 WP)
Hi Manfred, danke für das Auto! Werde es hier verewigen 😉
Und natürlich weiter berichten.
cu Tom
Gefällt mir dein Erster Bericht. Ich glaube mein alter Mog hat einen guten neuen Besitzer für die nächsten Jahre gefunden.
Werde ab und zu auf deiner Seite vorbeischauen, um zu sehen wie es weitergeht. . .
Gruß Manfred